'Icebreaker' und 'Sunshine Beacher': So heißen die klangvollen Sieger des 17. Neujahrsturniers des SV Hagenow im Mixedvolleyball. Da das
Teilnehmerfeld diesmal insgesamt etwas kleiner geraten war, konnte das Turniergeschehen ganz auf die Otto-Ibs-Halle konzentriert werden.
Ein Feld gehörte den 'Könnern', bei denen fünf Mannschaften im Modus jeder gegen jeden ihren Sieger ausspielten, auf den übrigen zwei Feldern
tummelten sich acht Hobby-Teams.
Dass die Icebreaker bei den Könnern das Rennen machten, war keine große Überraschung. Immerhin lief mit den Schwerinern der Bronzemedaillengewinner
der Deutschen Meisterschaften auf. Aktuellste 'Neuverpflichtung' (seit Oktober) ist mit Marcus Doberstein ein in hieisgen Volleyballerkreisen bestens
bekanntes Gesicht. Der gebürtige Hagenower ist schon für die Volley Tigers Ludwigslust, den SVF Neustadt-Glewe und den SV Warnemünde in der zweiten
Liga ans Netz gegangen: 'Ich wollte mich eigentlich nur für den Sommer fit halten, habe mich dann aber gerne überreden lassen, auch bei Turnieren
mitzuspielen. Ganz ohne Volleyball geht es sowieso nicht, und es macht viel Spaß', erklärte der 32-Jährige, der sich in erster Linie auf den
Beachvolleyball konzentriert, wo er als mehrfacher Landesmeister in der kommenden Saison wieder voll angreifen will.
Aber auch mit Doberstein wurde es für die Icebreaker in Hagenow kein Spaziergang. Im 'gefühlten' vorgezogenen Finale mussten sie sich beim 2:1 gegen
die HGWaianer mächtig strecken. Dass alle drei Sätze mit einer Zwei-Punkte-Differenz endeten, unterstreicht, wie eng es zuging (26:24, 23:25, 16:14).
Da die Greifswalder im weiteren Verlauf schwächelten und gegen 'Die Anderen' mit 0:2 verloren, kam es dann sogar noch zu einem echten Finale.
'Die Anderen', ein bunt gemischtes Team aus der Region (Hagenow/Ludwigslust/ Parchim) hätten bei einem 2:0-Erfolg im abschließenden direkten Duell
nach Punkten und Sätzen mit den Icebreakern gleichziehen können. Doch sie mussten sich in einem weiteren umkämpften Spiel mit 1:2 geschlagen geben
(23:25, 25:22, 10:15), landeten aber immerhin vor den punktgleichen Teams aus Greifswald und Berlin (alle 4:4) auf dem zweiten Platz.
Im Finale des Hobbyturniers standen sich mit den Sunshine Beachern und den Helden von Kummerow die 'üblichen Verdächtigen' gegenüber. Beide Teams
hatten sich in ihren Vorrundenstaffeln duchgesetzt, wobei sich die Berliner wesentlich schwerer taten, als die Lokalmatadoren, und dann ihr Halbfinale
jeweils relativ souverän gestaltet. Im Endspiel schienen die 'Helden' im ersten Satz noch nicht auf Betriebstemperatur und wurden mit 25:11 an die
Wand gespielt. Da entsprach das 25:22, mit dem die Sunshine Beacher den zweiten Durchgang gewannen, schon eher dem eigentlichen Leistungsvermögen
und machte allen Beteiligten viel Spaß.
Die Siegerehrung wurde diesmal wieder im Rahmen der Volleyballerparty im Foyer der Sporthalle zelebriert. Die Party hatte im vergangenen Jahr bei
der notgedrungen in den April verlegten 16. Turnierauflage zum allgemeinen Bedauern ausfallen müssen.
Endstände
> Könner: 1. SVB Icebreaker, 2. Die Anderen, 3. HGWaianer, 4. Wird noch bekannt gegeben (Berlin), 5. Rehnaer SV
> Hobby: 1. Sunshine Beacher, 2. Helden von Kummerow (Berlin), 3. Sieben-Seen-Team (Schwerin), 4. SCN Oldies (Neubrandenburg),
5. Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, 6. Volley Circus (Hagenow), 7. Funny Bunnys (Zachun), 8. Hagenower Chaoten
(Quelle: SVZ vom 11. Januar 2011)
Spielergebnisse (pdf)
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