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'Die kleine Nienburgerin': Wer würde schon vermuten, dass sich hinter diesem Namen ein Volleyball-Jugendturnier verbirgt, das in Deutschland seinesgleichen
sucht? Zur 25. Jubiläumsauflage konnte der gastgebende VC Nienburg rund 1.500 junge Spieler aus 80 Vereinen begrüßen. Seit der Premiere 1986 pritschten,
baggerten und schmetterten nach Aussage der Organisatoren annähernd 30.000 Mädchen und Jungen aus dem In- und Ausland an der Weser um den Sieg. Zu den Stammgästen zählt inzwischen ohne Übertreibung auch der SV Hagenow, der sich in diesem Jahr zum 15. Mal auf den Weg in Richtung Niedersachsen machte. An Bord des LVG-Busses (Dankeschön) waren die weibliche B- und C-Jugend des Vereins. Vier Väter waren als fleißige Helfer dabei. Ingo Kondritz und Uve Schmidt fungierten für die C–Jugend sowie Jürgen Wolf und Axel Stieg für die B–Jugend als Betreuer, Letztgenannter sorgte in Personalunion auch noch für die sichere An- und Abreise. 'Das Turnier ist einfach top organisiert. Ob man die große Zeltstadt im Stadion nimmt, die Versorgung, der Transport zu den Hallen oder die Turnierleitung selbst', fasst Volleyball-Abteilungsleiter Volker Telle die Nienburg-Faszination zusammen. Die Hagenower B-Jugend trat in der leistungsstarken A-Klasse an und startete mit einer deutlichen 0:2-Niederlage gegen das polnische Team Uczniowski Klub. Dank eines 1:1 gegen Angstgegner Grün-Weiß Ferdinandshof, das auf Grund der mehr erzielten 'kleinen' Punkte als Sieg gewertet wurde, und des glatten 2:0 gegen die SG Oldenburg/Ofen schaffte man dennoch den Sprung ins Viertelfinale. Dort war der Marzahner SV allerdings eine Nummer zu groß. Die Hagenowerinnen enttäuschten nicht, mussten sich aber mit 15:25 und 16:25 geschlagen geben. Nach einem 2:0 über den Rissener SV kam es im Spiel um Platz fünf zu einer Neuauflage des Vorrundenvergleichs mit den jungen Polinnen. Das Ergebnis fiel zwar mit 16:25 und 12:25 ähnlich aus. Trotzdem wusste die junge Mannschaft aus Mecklenburg sowohl spielerisch, als auch kämpferisch durchaus zu überzeugen. Die Hagenower C-Jugend hatte sich für ihren Auftritt in der B-Klasse vorgenommen, den vierten Platz aus dem Vorjahr zu verbessern. In der Gruppenphase gelangen 2:0-Siege über VC Nienburg 2 und VC Recklinghausen 2, wobei die ersten Sätze jeweils nichts für schwache Nerven waren (26:24 bzw. 27:25). Völlig neben sich standen die Mädchen beim 5:25 und 13:25 gegen den FC Leschede. In der zwischenrunde hatte man den TSV Fischerhude jederzeit im Griff, legte dann allerdings gegen die großgewachsenen Mädchen der WSG Potsdam-Waldstadt zu viel Respekt an den Tag. Das 1:1 reichte dennoch, um als bester Gruppenzweiter um die Plätze eins bis drei zu spielen. Das erneute Aufeinandertreffen mit Potsdam lieferte ein Spiegelbild des Vortages (1:1). Gegen Poolsieger Leschede, der sich leistungsmäßig schon von der Konkurrenz abhob, war man von einer erfolgreichen Revanche doch ziemlich weit entfernt. Mit dem letztlich erreichten dritten Platz konnten die Hagenowerinnen gut leben. Sie haben allerdings auch gesehen, dass da noch viel Luft nach oben ist. B-Jugend (weiblich): Sophia Möller, Lisa Michaelis, Marit Brink, Anna Brennenstuhl, Lisa Büsselberg, Celina Wolf, Julia Seddig C-Jugend (weiblich): Inken Bülow, Julia Kondritz, Josi Köster, Laura Priewe, Tony Zander, Alice Lahaine, Nele Groth, Lisa Schmidt, Michaela Eggers (Quelle: SVZ vom 1. Juli 2010 (Volker)) Bilder vom größten deutschen Jugendturnier findet ihr in unserer Galerie. Matthias |