Das 'Nienburg-Feeling' genossen


Hagenower Volleyballer schon Stammgäste beim größten deutschen Jugendturnier

'Die kleine Nienburgerin' gehört für die Volleyballer des SV Hagenow schon lange zu den Pflichtterminen der angenehmen Art. Zur 24. Auflage des größten deutschen Nachwuchsturniers machten sich drei Mannschaften auf den Weg nach Niedersachsen.

Die Hagenower genossen auch bei ihrem inzwischen 14. Auftritt die besondere Atmosphäre des Turniers, das 'Nienburg-Feeling'. Das geht mit der riesigen Zeltstadt los, in die sich der örtliche Sportplatz verwandelt, setzt sich beim gemeinsamen Frühstück an langen Tischen unter freiem Himmel fort und betrifft natürlich nicht zuletzt das sportliche Geschehen. Weit mehr als 1000 junge Spieler feierten ein wahres Volleyballfest.

Sportliche Herausforderung in A-Klasse gesucht

Nach ihrem Überraschungscoup im Vorjahr, als die Hagenower C-Jugend in der B-Klasse das Turnier gewannen, rutschten die Jungs diesmal nicht nur eine Altersklasse nach oben. Sie entschlossen sich im Sinne der größeren sportlichen Herausforderung auch für einen Start in der leistungsstärkeren A-Klasse. Wie erwartet hatte es das von Michael Bradtke betreute Team da gegen die zumeist körperlich überlegenen und erfahreneren Spieler sehr schwer. In der Vor- und auch in der Zwischenrunde blieb man gegen VSG Nienburg, Vegesacker TV, TV Waldgirmes und MTV Salzgitter ohne Satzgewinn.

Um das Mammutprogramm im gesteckten zeitlichen Rahmen bewältigen zu können, hatten die Organisatoren im Vorfeld entschieden, die Sätze am ersten Turniertag nicht wie üblich bis 25 sondern jeweils nur bis 15 Punkte ausspielen zu lassen.

Der einzige Hagenower Sieg resultierte aus einer Disqualifikation des Gegners. Der VfL Geesthacht hatte fremde Spieler eingesetzt. Das abschließende 0:2 gegen den Oststeinbeker SV war gleichbedeutend mit dem zehnten Platz.

Kleine Punkte sprachen gegen Hagenower Mädchen

Während das B-Jugend-Feld bei den Jungen mit den in zwei Leistungsklassen zusammen 22 Mannschaften noch überschaubar war, gingen bei den Mädchen in dieser Altersklasse 50 Teams ans Netz. Dabei setzte sich der Trend der vergangenen Jahre hin zu einer stärkeren Breitensportorientierung fort. So hatten für die B-Klasse 28 Mannschaften gemeldet, während es in der A-Klasse "nur" 22 waren. Zu letzteren zählten die Hagenowerinnen, die in einer völlig verrückten Vorrunde nicht gerade mit Fortuna im Bunde waren. Sie verloren zwar keine Partie, spielten aber auf Grund fehlender Konstanz viermal 1:1. Das war zu wenig für das Halbfinale. Als Staffeldritter ging es für sie um die Plätze fünf bis sieben. Hagenow gewann gegen Potsdam, musste sich aber trotz guter kämpferischer Leistung der Stralsunder Reserve geschlagen geben, die ihrerseits gegen Potsdam den Kürzeren zog. Folglich mussten wieder die Taschenrechner herhalten und die kleinen Punkte ausgezählt werden, mit dem Ergebnis, dass die Hagenower Mädchen das Turnier als Siebter beendeten.

Für die positive Überraschung aus Hagenower Sicht sorgte in diesem Jahr die weibliche C-Jugend. Das junge Team, das sich aus D- und E-Jugendspielerinnen zusammensetzte und erst zwei Monate auf dem großen Feld trainiert hatte, stand nach zwei Siegen und zwei 1:1-Spielen als Gruppenzweiter im Halbfinale. Dort gab es gegen die durch die Bank älteren Spielerinnen des späteren Turniersiegers VfL Westerstede allerdings nichts zu holen. Aber weder diese Niederlage, noch das ähnlich deutliche 0:2 gegen den FC Leschede I konnten den guten Gesamteindruck trüben. Übungsleiterin Laura Borowski hatte ganze Arbeit geleistet. Immerhin belegten die Hagenowerinnen unter 33 Mannschaften den vierten Platz.

Jubiläum im nächsten Jahr keinesfalls verpassen

In einer anderen Kategorie waren die Mecklenburgerinnen einfach unschlagbar. Sie nutzten das schöne Wetter ausgiebig im nahegelegenen Freibad und hätten ohne Zweifel den Titel "Wasserratten von Nienburg" verdient gehabt. Auf Grund der sommerlichen Bedingungen kamen die Durstlöscher, die das Gastronomieunternehmen Isabell Gerdon der Hagenower Delegation spendiert hatte, natürlich besonders gut an. Ein Dankeschön gilt auch Busfahrer Axel Stieg und den mitgereisten Vätern Ingo Kondritz und Andreas Köster.

Im nächsten Jahr wollen die Hagenower in jedem Fall wieder in Nienburg am Ball sein. Zumal sich die Organisatoren zu ihrer 25. Jubiläumsauflage nach eigener Worten 'einiges einfallen lassen wollen'.

B-Jugend (weiblich): Möller, Büsselberg, Brink, Liesberg, Hennings, Thelemann, Brennenstuhl
B-Jugend (männlich): Wegner, Gräbe, Brandt, Cabron, Eriksen, Schulz, Junge
C-Jugend (weiblich): Seddig, Wolf, Zander, Kondritz, Köster, Bülow, Benzien, Schmidt, Lahaine, Priewe


(Quelle: SVZ vom 2. Juli 2009 (Volker))

Bilder vom größten deutschen Jugendturnier findet ihr in unserer Galerie.

Matthias


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