In starkem Feld nur einen Satz verloren


Hagenower Turniersieg beim Chemiepokal

'Es war anstrengend aber schön.' Das Resümee der jungen Hagenower Volleyballerinnen fiel nach dem 13. Chemiepokal in Bitterfeld einmütig aus. Immerhin brachten sie einen überraschenden Turniersieg mit nach Hause.

Der SV Hagenow nahm zum vierten Mal an diesem sehr gut besetzten Mädchenturnier teil. In drei Kleinbussen ging es in Richtung Sachsen-Anhalt. Untergebracht waren die Mecklenburger in einer Schule, in der sie zwei Klassenräume in Beschlag nahmen.

Die Hagenower B-Jugend war nicht eben vom Glück verfolgt. Man bekam neben dem SV Zerbig mit dem Berliner Volleyballverein und den Netzhoppers aus Königswusterhausen zwei Mannschaften in der Vorrunde zugelost, die im Vierzehnerfeld am Ende die Plätze eins und drei belegten.

Gleich die erste Aufgabe sollte sich im Nachhinein als Schlüsselspiel erweisen. Von Königswusterhausen trennte man sich 1:1(18:25, 25:21). Einem ungefährdeten 2:0 gegen Zerbig folgte trotz trotz ansprechender Vorstellung ein 0:2 gegen die Berliner. Als Gruppendritter verpassten die Hagenowerinnen die Endrunde. Dank einer Energieleistung bezwangen sie aber die SG Saale-Wipper mit 2:1 und spielten so am nächsten Tag um die Plätze sieben bis neun. Die Mädchen schlichen ziemlich geschafft aus der Halle. Ohnehin nur mit einem Minikader angereist, mussten sie sich verletzungsbedingt ab der dritten Partie mit nur noch sechs Spielerinnen durchkämpfen.

Aber die schlugen sich auch in der Platzierungsrunde sehr ordentlich, setzten sich gegen den SV Altencelle mit 2:1 durch und machten der Landesauswahl Sachsen-Anhalts, die erst am zweiten Turniertag in kompletter Besetzung antrat, das Siegen schwer. Trotz der 0:2-Niederlage lieferten die Hagenowerinnen ihre beste Turnierleistung ab. Mit etwas Losglück wäre sicher mehr drin gewesen als ein achter Platz.

Turniermodus sorgte für wahres Mammutprogramm

Dass die von Laura Borowski betreute erste E-Jugend in ihren zehn Spielen ungeschlagen blieb, war schon als kleine Sensation einzustufen. Und auch die zweite Mannschaft konnte als Fünftplatzierte überzeugen.

Mit dem in dieser Altersklasse gewählten Turniermodus trafen die Veranstalter nicht gerade auf viel Gegenliebe. Man hatte sich entschieden, die elf Mannschaften in nur einer Gruppe den Sieger ermitteln zu lassen. So wartete am ersten Tag ein Mammutprogramm von nicht weniger als sieben bzw. sogar acht Spielen. von Erholungspausen konnte da nicht die Rede sein.

Als schärfster Konkurrent kristallisierte sich schnell der PSV Chemnitz heraus, der zwei fast gleichstarke Mannschaften aufbot. Das 2:0 gegen Chemnitz 1 (25:20, 25:18) sollte letztlich der Schlüssel zum Erfolg gewesen sein. Den einzigen Satz gab die erste Hagenower Vertretung bei 1:1 gegen Chemnitz 2 ab (26:24, 18:25). Am Ende standen 19:1 Punkte zu Buche, der zweitplatzierte PSV Chemnitz 1 kam auf 18:2. Für die zweite Mannschaft standen fünf Siege, ein 1:1 und vier Niederlagen zu Buche (11:9 Punkte).

Die Stimmung im gesamten Hagenower Team war riesig. Man feuerte sich nach Möglichkeit gegenseitig an. Ein dickes Lob hatten die Väter verdient, die sich nicht nur als Busfahrer, sondern auch als Betreuer engagierten.

B-Jugend: Sophia Möller, Lisa Michaelis, Marit Brink, Nane Liesberg, Diana Hennings, Anna Brennenstuhl, Lisa Büsselberg
E-Jugend 1: Julia Seddig, Celina Wolf, Tony Zander, Alice Lahaine
E-Jugend2: Julia Kondritz, Inken Bülow, Lisa-Marie Schmidt, Josi Köster


(Quelle: SVZ aus April 2009 (Volker))

Bilder vom 13. Bitterfelder Pokalturnier findet ihr in unserer Galerie.

Matthias


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