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Sportler feierten 60 Jahre SV Hagenow 'Was waren das für herrliche Zeiten für uns alle', begann Kurt Hallmann seine Festrede zum 60-jährigen Jubiläum des SV Hagenow. Der 74-jährige ist Gründungsmitglied des Sportvereins Hagenow, er gehörte zur ersten Hagenower Boxstaffel, war erst Fußballer, dann Leichtathlet und später erfolgreicher Volleyballer. Wenn jemand aus 60 Jahren Hagenower Sportgeschichte erzählen kann, dann er. 'Wir waren über Jahrzehnte hinweg eine tolle Gruppe', sagte er. 'Jeder hat jedem geholfen, der Zusammenhalt und die Kameradschaft haben uns alle geprägt.' Das zeige auch die große Resonanz auf die Festveranstaltung zum 60-jährigen Jubiläum. Von weit her waren die ehemaligen Vereinsmitglieder am Freitagabend nach Hagenow gekommen, erzählten über alte Zeiten, blätterten in Fotoalben, zeigten stolz ihre Urkunden und sprachen über Meistertitel, Rekorde und Bestmarken. Kurt Hallmann erinnerte an die Erfolge er ersten Herrenfußballmannschaft, die in den 40er- und 50er-Jahren Landesklasse spielte und an die schlagstarken Hagenower Handballerinnen, die in der Bezirksliga um den Aufstieg in die DDR-Liga kämpften. 'Damals spielte sich das Leben der Hagenower Jugend in der kleinen Turnhalle am Gaswerk ab', erzählte Hallmann. 'Kaninchenstall' nannten die Sportler die Halle. 'Wir haben hier unter primitiven Bedingungen super Leistungen geschafft', erinnerte sich Alfons Rosien, der mit Hallmann in einer Staffel boxte. 'Unser erster Boxring kam von der Elbewerft aus Boizenburg, war drei Tonnen schwer und wurde von uns Sportlern selbst aufgebaut.' Rosien war später selbst Boxtrainer und hat Talente trainiert, aus denen später Europameister, DDR-Meister und Olympiateilnehmer wurden. Zu Hochzeiten hatte der SV Hagenow 500 Mitglieder, heute trainieren in dem Verein etwa 170 Mitglieder, darunter 114 Volleyballer und 42 Karatesportler. (SVZ vom 13. November 2006)
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