12. Neujahrsmixedturnier des SV Hagenow am 7. Januar 2006
Auf hohem Niveau geschmettert



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Wanderpokal geht nach Hamburg

Mit 24 Mixedvolleyballteams stellten wir auf bei der zwölften Auflage des Neujahrsmixedturniers eine echte Mammutveranstaltung auf die Beine. Aber nicht nur die Quantität, auch die Qualität stimmte. Was insbesondere die "Könner" in der Otto-Ibs-Halle ablieferten, konnte sich wirklich sehen lassen. Da tummelten sich sogar ehemalige Erst- und Zweitligaspieler am Netz. Den Wanderpokal sicherte sich die Mannschaft des Finanzamtes Blankenese, die im Halbfinale den amtierenden deutschen Meister und Titelverteidiger, die "Icebreaker" aus Schwerin bezwang und im Endspiel dem VSV 06 Beach Team Schwerin das Nachsehen gab. Die Lokalmatadoren, die Netzhoppers, landeten hinter dem Team Horst auf Platz fünf. Mehr war nach einer unglücklichen 1:2-Niederlage im sehr intensiv geführten Viertelfinale gegen die Icebreaker nicht drin.
Im Hobbyturnier, das in den Sporthallen der Stadtschule am Mühlenteich und auf dem Kietz ausgetragen wurde, führte ein altbekannter Name das Feld an. Bereits zum zehnten Mal ging der Sieg an den SC Eintracht Berlin. Im Finale zogen diesmal die "Oldies" vom SC Neubrandenburg den Kürzeren. Dritter wurde der Parchimer SV.

Auf hohem Niveau geschmettert

Was die zwölf Mannschaften in der Otto-Ibs-Halle boten, verdiente zurecht die Einordnung als Turnier der "Könner". Insbesondere mit Beginn der Viertelfinals war Mixedvolleyball auf hohem Niveau zu sehen.
Die Vorrunde wurde in vier Dreiergruppen ausgetragen. In jeder Staffel war eine Mannschaft gesetzt. Als Maßstab hierfür bedienten wir uns der Rangfolge aus dem Vorjahr. Die großen Überraschungen blieben zunächst aus. Mit Ausnahme des Beach Teams Schwerin (Staffel B), das schon in der Vorrunde auf den späteren Turniersieger traf und mit 1:2 den Kürzeren zog, qualifizierten sich alle Favoriten / Gesetzten ohne Niederlage für die nächste Runde.

Zwei Überkreuzvergleiche gingen in den Tiebreak

Der Titelverteidiger um amtierende deutsche Meister, die Icebreaker, mussten in der Staffel A beim 2:1 im Schweriner Derby gegen die Plattballer zwar kurzfristig zittern, gewannen letztlich aber doch im Tiebreak. Ziemlich schwer tat sich das Team Horst (Staffel C), bevor die Drei-Satz-Siege gegen die Netzhoppers und den SV Domsühl unter Dach und Fach waren. Die wenigsten Probleme hatte Cosmos Ueckermünde (Staffel D). Die Mannschaft meisterte die Vorrunde als einzige ohne Satzverlust, war dann allerdings im Viertelfinale gegen das Beach Team (u.a. mit den ehemaligen Ludwigsluster Zweitligaspieler Axel Facklam) relativ chancenlos. Das Team Horst benötigte gegen den Oldenburger SV ebenfalls nur zwei Sätze um ins Halbfinale einzuziehen.
Dagegen verliefen die beiden anderen Überkreuzvergleiche fast schon dramatisch. Die "Finanzer" aus Hamburg schalteten den Sieger von 2004, der diesmal unter dem Namen "Die Gelben" (Greifswald) auflief, nach klar verlorenem ersten Durchgang (15:25) noch durch eine Millimeterentscheidung (25:23 und 15:13) aus. Der deutsche Meister stand gegen die Netzhoppers ebenfalls schon mit dem Rücken zur Wand (22:25). Wurde der Ausgleich noch durch eine ganze Serie von Hagenower Fehlern begünstigt (25:16), so war im Tiebreak jeder Punkt hart umkämpft. Auch hier hieß es am Ende 15:13. Die Trauer beim Verlierer hielt sich aber in Grenzen. "Eine so schöne Niederlage kann man verkraften", so der einmütige Tenor.

Deutscher Meister schied im Halbfinale aus

Die Lokalmatadoren holten in der Platzierungsrunde das maximal Mögliche heraus und wurden Turnierfünfter. Insbesondere das an Spannung kaum zu überbietende 36:34 im zweiten Satz gegen Cosmos Ueckermünde sorgte für Stimmung in der Halle.
Im Halbfinale kam für den Titelverteidiger das Aus. In zwei knappen Sätzen (22:25, 23:25) mussten sich die Icebreaker dem Team aus Hamburg geschlagen geben, woran der frühere Bundesliga-Akteur in Reihen der "Finanzer", Bernhard Thole (GSV Osnabrück), einen großen Anteil hatte.
Da parallel das Beach Team gegen das Team Horst die Oberhand behielt (25:20, 25:21), standen sich im Endspiel zwei Mannschaften gegenüber, die sich schon aus der Vorrunde kannten. Die Schweriner schienen zunächst auf dem besten Wege zu einer gelungenen Revanche (25:13). Nachdem sie den zweiten Satz fast ebenso deutlich abgegeben hatten (16:25), war die Entscheidung wieder völlig offen. Am Ende durften die Hansestädter jubeln. Dass auch der letzte Tiebreak denkbar knapp ausging (15:13), rundete dieses niveauvolle Turnier optimal ab.

Das Hobbyturnier, das zur gleichen Zeit und ebenfalls mit zwölf Mannschaften in den Sporthalle der Stadtschulde am Mühlenteich und auf dem Kietz über die Bühne ging, nahm den schon fast "befürchteten" Verlauf. Abonnementsieger SC Eintracht Berlin war erneut nicht zu stoppen. Nach ihrem Erfolg gegen die ebenfalls ohne Satzverlust in Finale eingezogenen "Oldies" des SC Neubrandenburg standen die Berliner zum zehnten Mal auf dem obersten Treppchen.

Auf der Tanzfläche noch einmal alles gegeben

Etwas enttäuschend verlief das Abschneiden der beiden Hagenower Hobbymannschaften. Ersatzgeschwächt angetreten, blieben sie in ihren Staffeln jeweils sieglos und mussten sich letztlich mit den Plätzen neun und zwölf begnügen.
Die anschließende Party mit Siegerehrung und leckerem Essen vom "Roseneck" passte sich nahtlos dem sportlichen Niveau an. Auf der Tanzfläche wurden noch einmal Höchstleistungen abgerufen.

Die Turnierendstände:
Könnerturnier
Hobbyturnier
1. Finanzamt Blankenese

1.
SC Eintracht Berlin 2
2. VSV 06 Beach Team Schwerin

2.
SC Neubrandenburg - Oldies
3. SVB Icebreaker Schwerin

3.
Parchimer SV
4. Team Horst

4.
TSV Otterndorf - Flinke Otter
5. Netzhoppers

5.
TV 1860 Neuhaus - Die jungen Wilden
6. Cosmos Ueckermünde

6.
Dömitzer SV 06
7. Oldenburger SV

7.
SVE Sunblocker Schwerin
8. Die Gelben Greifswald

8.
HSG Uni Rostock 2
9. SV Domsühl 21

9.
SV Hagenow - Hobbymix 1
10. VSC Plattball Schwerin

10.
HSG Uni Rostock 1
11. SG Deutsche Bank Hamburg

11.
SV Concordia Lübtheen - Kräutermix
12. SC Eintracht Berlin

12.
SV Hagenow - Hobbymix 2

(Matthias und / oder Thomas Willmann; SVZ vom 9. Januar und 10. Januar 2006)

Die Spielergebnisse im Details stellen wir euch hier zum DOWNLOAD als pdf-Datei gern zur Verfügung!

Matthias
12. Januar 2006